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Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke ist neuer Vorsitzender des SPD-Unterkreises Rotenburg. Er wurde mit 97,4 Prozent zum Nachfolger von Steffen Müller (Wildeck) gewählt. Der SPD-Unterkreis Rotenburg ist der größte von vier dieser Gliederungen des SPD-Unterbezirks Hersfeld-Rotenburg. Zu ihm gehören Alheim, Bebra, Cornberg, Nentershausen, Ronshausen, Rotenburg und Wildeck. Damit entspricht er genau dem Altkreis Rotenburg.
Der neue Vorstand: (v.l.) Manfred Knoch, Ralf Hilmes, Friedhelm Vockenberg, Rainer Luckhardt, Gertraud Dübener, Angelika Albrecht, Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke, Georg Lüdtke, Steffen Müller, Vize-Landrätin Elke Künholz, Sigrid Sauer und Landtagsabgeordneter Dieter Franz.
Georg Lüdtke bedankte sich für die überwältigende Zustimmung und ging auf seine Schwerpunkte in der Arbeit ein. Diese sollen die unbedingte Stärkung des ländlichen Raums und deren Kommunen sein. Dazu gehören für ihn erneuerbare Energien und nachhaltige Bildung auf Grundlage der UN DEKADE von jung bis alt.
Nach dem Einstieg in den Ausstieg aus der Atomkraft mit der totalen Umstellung der Energieerzeugung auf Erneuerbare Energien hat jede Kommune es in der Hand, darüber die Wirtschaftskraft wesentlich zu stärken und ging kurz auf die Solar- und Windkraft unter Bürgerbeteiligungsmodellen ein und führte aus: „… der Schlüssel der Akzeptanz der Erneuerbaren Energien kann nur über breite Bürgerbeteiligungsformen erfolgen, die mit dafür sorgen, dass privates Geld „aus der Region für die Region“ die Wirtschaftskraft der Kommunen stärken und darüber freiwillige Leistungen der Kommunen, wie Vereinszuschüsse, kostenlose Mittagsverpflegung in den Schulen und KiTas usw., langfristig bezahlbar machen.
Lüdtke sagte zudem: „Die SPD muss wieder Debatten führen und diskutieren, bevor entschieden wird. Wenn eine Entscheidung steht, muss diese dann selbstbewusst vertreten werden. Darum bin ich auch am 30. Dezember 1973 wegen Bundeskanzler Willy Brandt und seinem Ziel „Mehr Demokratie wagen“ in die SPD eingetreten“.
In seiner Rede dankte Lüdtke seinem Vorgänger Steffen Müller, der sechs Jahre Vorsitzender des SPD-Unterkreises Rotenburg war, für seine Arbeit. Lüdtke hob hervor, dass Steffen Müller immer als Gesprächspartner zur Verfügung stand. Besonders sein Einsatz für die erneuerbare Energien mit dem verstorbenen Hermann Scheer und Andrea Ypsilanti war außerordentlich. „Steffen Müller hat mir und Alheim mit seinen vielen, auch bundesweiten, Kontakten oft Türen geöffnet. Dafür sagen wir Dir alle Danke.“ Steffen Müller ist im Sommer nach Kassel umgezogen, wo er als Personalchef des Nordhessischen Verkehrsverbundes arbeitet.
In der Antragsberatung sprachen sich die Sozialdemokarten im Altkreis Rotenburg dafür aus, die schleichende Aufgabenverlagerung der CDU/FDP-Landesregierung zu Lasten der Feuerwehren zu beenden. Da das Land Hessen die Bereitschaftsdienste der Straßenmeistereien für übergeordnete Landes- und Bundesstraßen aus Kostengründen eingeschränkt hat, werden außerhalb der Dienstzeiten dieser die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren vermehrt durch die Polizei auch zur Unfallsicherung bzw. Beseitigung von Ölspuren und anderen Verkehrshindernissen angefordert.
Diese schleichende Inanspruchnahme der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren ist so nicht hinnehmbar, so der neue SPD Unterkreischef ROF Georg Lüdtke. Vor allen Dingen schon deswegen nicht, da öfters mit den Einsätzen verbundene Kostenübernahmen für die Kommunen und Übertragung der Gefahren für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren entstehen. Die Versammlung forderte, dass die Landesregierung ihre gesetzlichen Aufgaben unverzüglich wieder wahrnimmt und die Bediensteten der Straßenmeistereien wieder mit den Aufgaben beauftragt.
Die Unterkreiskonferenz unterstützt die SPD-Landtagsfraktion darin, die wirtschaftliche Betätigung der Städte und Gemeinden wieder stärker zu öffnen, damit deren Einsatz für Erneuerbare Energien möglich wird. Die Klientelpartei FDP hat den Kommunen bisher untersagt, sich in ihrem eigenen Interesse zu engagieren.
Ebenfalls zur Landepolitik ging ein Antrag, der die Landesregierung auffordert, ihre kommunalfeindliche Finanzpolitik zu Lasten der Landkreise und Kommunen zu beenden. Die SPD erinnerte daran, dass CDU und FDP den Städten und Gemeinden jedes Jahr 344 Millionen Euro vorenthalten. Diese Summe wird aus einem Topf vom Land entnommen, den die Kommunen füllen. Dies ist ein Frevel an allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit höheren Beiträgen und Gebühren diese ausfälle ausgleichen müssen.
Einen Antrag, der sich für eine lebenswerte Zukunft im ländlichen Raum aussprach, brachte Steffen Müller ein. Darin sprach sich die Konferenz für eine funktionierende Infrastruktur von Energie, Schulen, Gesundheit, Bus und Bahn aus. Der ländliche Raum, wie er von den Sozialdemokraten in Nordhessen geprägt wird, braucht den Ausbau von Infrastruktur in allen Dörfern und nicht deren Rückbau.
Es sei falsch, bei staatlichen Entscheidungen auf den Rückbau von Behörden mit ihren sicheren Arbeitsplätzen zu setzen. Es müssen Arbeitsplätze in die Region kommen und nicht wegverlagert werden. Die großen Entscheidungsfelder wie Energie, Wasser und Grundversorgung müssen lokal so organisiert werden, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt.
Neben dem Vorsitzenden Georg Lüdtke wurden Sigrid Sauer (Ronshausen) und Manfred Knoch (Lispenhausen) zu Stellvertretern gewählt. Als Beisitzer gehören dem Unterkreisvorstand an: Hans-Jürgen Großkurth (Bebra), Julia Kuhnsch (Cornberg), Friedhelm Vockenberg und Bürgermeister Ralf Hilmes (Nentershausen), Angelika Albrecht (Rotenburg), Gertraud Dübner (Lispenhausen) und Rainer Luckhardt (Obersuhl).
Die Konferenz nominierte einstimmig den Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes als stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Hersfeld-Rotenburg. Georg Lüdtke soll die Interessen der Waldhessen-SPD im Bezirksausschuss des Bezirks Hessen-Nord vertreten.
Georg Lüdtkte schloss die Konferenz mit seinem Wunsch zum Mitmachen und den Worten von Albert Schweizer: „Keine Zukunft vermag gutzumachen, was Du in der Gegenwart versäumst.“
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