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Sonntag, den 08. November 2009 um 12:53 Uhr |
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Sozialdemokraten wehren sich gegen Vorwürfe
Zu den jüngsten Äußerungen von Bebras Bürgermeister Horst Groß zur Rathausfassaden-Debatte nehmen auch die Bebraer SPD-Fraktion sowie der Stadtverband Stellung: "Mit seinem Vorwurf von politischen Racheakten und Ränkespielen geht Bürgermeister Groß an der Diskussion vorbei, die durch den Beschluss, das Rathaus zu verputzen, in der Bevölkerung angestoßen wurde", heißt es in einer Pressemitteilung.
Unverständnis und Unmut der Bürger gegen diesen Beschluss hätten das Bürgerbegehren initiiert und nicht eine auf Rache sinnende SPD. "Nicht wegen Horst Groß oder seiner Partei wurde das Bürgerbegehren pro Klinkerfassade angestoßen, sondern weil das Ensemble rund um den Rathausplatz schützenswert ist und nur durch schnelles Eingreifen erhalten werden kann", teilt die SPD mit.
Die Stadtverordnetenversammlung könne jederzeit in den Prozessablauf eingreifen und ihren Beschluss aufheben, heißt es weiter. Das sei ganz unabhängig von jedweder Gutachtermeinung und würde im Fall Bebra dem Bürgerwillen entsprechen. Aber die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung wolle dies nicht.
"Die SPD ist nicht gegen die energetische Sanierung des Rathauses, wie immer wieder behauptet wird - im Gegenteil. Wir befürworten alle notwendigen Maßnahmen, bis auf die Wärmedämmung der Außenfassade auf Kosten der Klinker, zumal diese laut Gutachter lediglich mit nur fünf Prozent zu Buche schlagen würde", erklärt SPD-Stadtverordneter Bernd Holzhauer.
Für Dämmung - mit Klinker
Er verwahre sich dagegen, dass seine Fraktion immer wieder als die Verhinderer hingestellt werde. "Wir wären für eine Dämmung der Außenfassade, wenn diese bei Erhalt der Klinker möglich wäre", sagt Holzhauer.
Die Schäden an der Fassade seien seit Längerem bekannt und im Haushalt eingeplant. "In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass der in den Medien als Beweis für den desolaten Zustand der Fassade immer wieder gezeigte große Spalt von Handwerkern aufgehackt wurde, die prüfen wollten, wie sich der Hohlraum hinter den Klinkern darstellt", erklärt Holzhauer. Die tatsächlichen Risse seien wesentlich schmaler. "Wer arbeitet hier an der "Volksverdummung?", fragt der Stadtverordnete.
Der Vorwurf von politischen Racheakten und Ränkespielen sei seiner Ansicht nach dem Bürgermeister zu machen, der die Befürworter der Klinkerlösung persönlich angreife und mundtot machen wolle
Quelle: Hersfelder Zeitung 08.11.2009
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